Wichernhaus Altdorf

Angebote für Menschen mit Behinderung

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05.05.2022

„Plauder-Gärtla“ eingeweiht

Erster Barrierefreier Garten der Rummelsberger Diakonie in Ebelsbach – Name wurde enthüllt

Ebelsbach – Bei strahlendem Sonnenschein wurde diese Woche mit vielen kleinen und großen Gästen das „Plauder-Gärtla“ in der Parkstraße eingeweiht. Seinen Namen erhielt der Garten über einen Namenswettbewerb. 51 Namensvorschläge waren insgesamt eingereicht worden. Ein Gremium aus Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen des Wohnbereichs der Rummelsberger Dienste für Menschen mit einer Behinderung wählten gemeinsam den Namen „Plauder-Gärtla“ von Frau Monika Göhr. Er bringt die Idee des Gartens auf den Punkt: Bewohner*innen, Mitarbeiter*innen, Kinder und Erzieher*innen des benachbarten Kindergartens sowie alle interessierten Ebelsbacher*innen können hier zusammen verweilen und miteinander plaudern.

Auf die Wichtigkeit eines Gartens, nicht nur in Pandemiezeiten, wies Landrat Schneider in seinen Grußworten hin. Karl Schulz, Vorstand Rummelsberger Diakonie, ergänzte dies mit „der Garten ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs, des Beisammenseins. Für Menschen jeden Alters, für Menschen mit und ohne Behinderung, ja vielleicht auch für Menschen mit Vorbehalten, die diesen Ort nutzen, um ihren Mitmenschen zu begegnen und sie besser kennenzulernen.“

Das Plauder-Gärtla wurde gemeinsam mit den Bewohner*innen geplant, es ist rollstuhlgerecht und barrierefrei. Die Freude über die Rollstuhl-Rampe, die barrierefreien Wege, den barrierefrei zugänglichen Pavillon und die Schaukel ist groß. Möglich machten das alles zahlreiche Spenden, die über die Webseite infranken.de gewonnen worden waren. Eine großzügige Spende kam unter anderem von der Karl Wagner Stiftung.

Für die noch ungenutzten Flächen sind Hochbeete, ein Sinnesparcours und Gehege für Kleintiere geplant. Max, Bewohner der Rummelsberger Einrichtung und leidenschaftlicher Tischtennisspieler, wünscht sich außerdem eine Tischtennisplatte. Geplant sind auch Projekte zusammen mit dem katholischen Kindergarten. Die Kindergartenkinder konnten sich schon mit dem Garten vertraut machen und sangen den Gästen bei der Einweihung neu interpretierte bekannte Lieder vor. Aus „99 Luftballons“ von Nena wurde dabei zum Beispiel „26 Heimbewohner machen heute ne coole Party…“. Die weggedichteten Luftballons überreichten die Kinder anschließend den Bewohner*innen.

Bürgermeister Horn, Pfarrerin Schimmel und Dekan Lechner betonten die Wichtigkeit der Teilhabe am öffentlichen Leben und dass die Integration der Bewohner*innen nun auf eine neue, grüne Stufe gehoben werde. „Alle hier spüren ich bin wichtig und ich gehöre dazu,“ so Dekan Lechner in seiner Segnung. Bei Tanzmusik, Bratwürsten und Kaffee und Kuchen ging dann die „coole Party“ für Groß und Kein in den lockeren Teil über.

Jetzt darf erstmal alles wachsen, die Pflanzen und auch die Ideen. Dafür bekam Regionalleiter Günter Schubert extra eine Gießkanne vom Kindergarten überreicht.


Von: Katja Schmeisser

Einweihung des Garten in Ebelsbach

27.12.2021

Weiter Weg für die Jeans

Schülerinnen und Schüler aus Altdorf erfahren mehr über fairen Handel

Altdorf bei Nürnberg – Vor den Weihnachtsferien passiert in den Schulen nichts mehr? Im Sonderpädagogischen Förderzentrum der Rummelsberger Diakonie in Altdorf war das Gegenteil der Fall: Von der sechsjährigen Erst- bis zu den jugendlichen Neuntklässler*innen haben sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit dem Thema „Fairer Handel“ (englisch Fair Trade) auseinandergesetzt. „Fair-Trade – Was ist das? oder Wie weit muss eine Jeans reisen?“ lautete das Motto der Projektwoche. Schulleiterin Petra Schön sagt: „Ich denke, das Thema passt sehr gut zu Weihnachten.“ Denn wann, wenn nicht zu dieser Jahreszeit, ergebe es Sinn, sich mit gerechten Löhnen, nachhaltiger Landwirtschaft und regionalen Lebensmitteln zu befassen.

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten gemeinsam mit den Lehrer*innen Stationen zu verschiedenen Aspekten des Themas. Eine Station bot beispielsweise Informationen zu Kinderarbeit, eine weitere zu „Fair-Trade-Mode“ und zu dem weiten Weg, den eine einfache Jeans hinter sich hat, wenn sie bei uns im Laden landet. Die Kinder und Jugendlichen beschäftigten sich außerdem mit der Frage, woher viele unserer Lebensmittel kommen, was sogenannte „Faire Siegel“ sind und warum es gut ist, fair produzierte und gehandelte Waren zu kaufen.

Die Schüler*innen bauten alle Stationen mit ihren Lehrer*innen in einem großen Raum auf. Zu jeweils verschiedenen Zeiten konnten sie dann Aufgaben zu den einzelnen Unterthemen lösen. „Die Schülerinnen und Schüler hatten Spaß an der Bearbeitung der verschiedenen Stationen“, freut sich Schulleiterin Schön. Die eine oder der andere wird jetzt sicher mit einem neuen Bewusstsein morgens in die Jeans schlüpfen. Und vielleicht ergibt sich beim Feiertagsfestmahl ein Gespräch in der Familie, woher die Leckereien in diesem Jahr stammen.


Von: Andrea Höfig

Die Kinder und Jugendlichen am Sonderpädagogischen Förderzentrum beschäftigten sich während der Projektwoche auch mit dem Thema Kinderarbeit.

Von China bis Altdorf: Jeanshosen haben meist einen sehr weiten (Produktions-)Weg hinter sich, ehe sie hierzulande in den Regalen liegen.

Die Schüler*innen informierten sich an den Stationen zu den einzelnen Themen und lösten Aufgaben – hier im Bild geht es um fair gehandelte Lebensmittel und welche Siegel es zu ihrer Kennzeichnung gibt.