Wichernhaus Altdorf

Angebote für Menschen mit Behinderung

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16.07.2024

Inklusion hautnah erleben

Ein Tag auf der inklusiven Streuobstwiese: Angehende Erzieher*innen informierten sich über die Arbeit mit Menschen im Autismus-Spektrum in Hersbruck.

Hersbruck - In der warmen Sommer-Sonne, umgeben von blühenden Obstbäumen und summenden Bienen, fanden sich 27 angehende Erzieher*innen der Rummelsberger Fachakademie für Sozialpädagogik auf der inklusiven Streuobstwiese auf dem Campus Haus Weiher in Hersbruck ein. Diese erste Exkursion wurde vom Fachbereich Autismus organisiert und zielte darauf ab, den Schüler*innen die vielfältige, spannende und herausfordernde Arbeit mit Menschen mit einer Behinderung näherzubringen.

Auf dem Campus Haus Weiher der Rummelsberger Diakonie wurden die jungen Besucher*innen herzlich empfangen. Der Campus beherbergt Wohn- und Arbeitsangebote von Fachbereich Autismus und Haus Weiher, beides Einrichtungen für Menschen mit Behinderung der Rummelsberger Diakonie. Dort leben und arbeiten insgesamt rund 60 Menschen mit Behinderung. Sie werden von engagierten Fachkräften unterstützt, die den Alltag der Bewohner*innen begleiten und fördern. Die inklusive Streuobstwiese, initiiert im Herbst 2022, ist ein Paradebeispiel für gelungene Inklusionspädagogik. Projektleiterin Alina Stampfl berichtete den Schüler*innen von ihren Erfahrungen und den pädagogischen Ansätzen, die in diesem Projekt zum Tragen kommen.

Der Tag begann mit kurzweiligen Workshops. Diakon Christoph Karwath-Päge gab den angehenden Erzieher*innen einen vertieften Einblick in das Autismus-Spektrum. Er erklärte die Herausforderungen und Besonderheiten im Umgang mit Autist*innen und betonte die Wichtigkeit von Verständnis und Empathie in der pädagogischen Arbeit. Ergänzt wurde dies durch die Worte einer Bewohnerin vom Haus Weiher, die ihre Perspektive auf den Alltag und die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter*innen teilte.

Alina Stampfl erzählte von den positiven Effekten der Arbeit auf der Streuobstwiese, sowohl für die Autist*innen als auch für die Inklusion in der Gemeinschaft. „Die Arbeit auf der Wiese fördert nicht nur die körperliche Aktivität, sondern auch das soziale Miteinander und das Selbstbewusstsein der Teilnehmer*innen“, sagte die Projektleiterin.

Während der abschließenden Feedbackrunde reflektierten die Schüler*innen ihre Eindrücke. Einige äußerten die Sorge, emotionale Belastungen mit nach Hause zu nehmen. Ein Mitarbeiter des Fachbereichs Autismus betonte die starke Teamkultur und den gegenseitigen Support innerhalb der Einrichtungen.

Diakon Karwath-Päge war zufrieden mit dem Verlauf des Tages: „Wir freuen uns über das große Interesse und hoffen, dass wir einige Schüler*innen für Praktika und Anerkennungsjahre in Hersbruck begrüßen dürfen.“ Die Exkursion soll im nächsten Ausbildungsjahr wieder angeboten werden, um weiterhin das Bewusstsein und Interesse für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung zu fördern und Nachwuchskräfte zu gewinnen.

Der Tag auf der Streuobstwiese hat den angehenden Erzieher*innen nicht nur die vielfältigen Möglichkeiten der Behindertenhilfe aufgezeigt, sondern auch das Potenzial der Inklusionspädagogik verdeutlicht. „Das war ein wichtiger Schritt, um das Arbeitsfeld der Behindertenhilfe bekannter und attraktiver zu machen“, betonte Diakon Karwath-Päge.  

 


Von: Heike Reinhold

Schüler*innen der Fachakademie für Sozialpädagogik in Rummelsberg erkundeten bei einer Exkursion die Angebote für Menschen mit Behinderung auf dem Campus Haus Weiher in Hersbruck. Foto: Marina Lang

14.05.2024

Tierisch was los

Pädagogik der besonderen Art verschönerte dem Haus Ebelsbach den Vormittag

Ebelsbach- Alpakas gelten als sehr freundliche und gutmütige Zeitgenossen, die insbesondere durch ihre beruhigende Art die Menschen begeistern. Davon überzeugten sich die Klient*innen des Haus Ebelsbach, eine Einrichtung der Rummelsberger Angebote für Menschen mit Behinderung selbst. Tina Liebermann vom Gut Liebermann aus Bodelstadt im Itzgrund stattete der Rummelsberger Einrichtung mit gleich drei Alpakas einen Besuch ab.

Dieser besondere Besuch wurde durch eine Spende von Fred Hauck aus Heubach ermöglicht. Dabei erlernten die Klient*innen durch „tiergestützte Pädagogik“ den vorsichtigen Umgang mit den Alpakas, die Überwindung von Ängsten, aber auch Verantwortung zu übernehmen. Die flauschigen Vierbeiner sind zudem eine Anregung zum Sprechen.

Viele der Klient*innen sind bedingt durch ihre kognitive und psychische Beeinträchtigung oft ruppig, distanzlos und teils übergriffig. Aber bei den Alpakas war alles anders. Alle teilnehmenden Bewohner*innen gingen sehr vorsichtig, liebevoll und zärtlich mit den Tieren um. „Es war wirklich ein magischer Moment, diese Verbundenheit zwischen Mensch und Tier zu beobachten“, bestätigt Thorsten Landgraf, Leitung des Haus Ebelsbachs.


Von:

Das Kuscheln mit den Alpakas war ein großes Highlight für die Bewohner*innen