Wichernhaus Altdorf

Angebote für Menschen mit Behinderung

Infos zum Standort

25.03.2021

Spatenstich für neues Wohnangebot für Menschen mit Behinderung erfolgt

Ende 2022 soll der Neubau mit 24 Wohn-Plätzen in Treuchtlingen bezugsfertig sein.

Treuchtlingen – Noch erstreckt sich Gras auf dem Grundstück neben dem Tennisplatz in Treuchtlingen. In wenigen Wochen werden die Baumaschinen anrollen und das Bild verändern. Bis Ende 2022 entsteht auf der Wiese in der Straße Am Brühl ein Wohnangebot für Menschen mit Behinderung. Am Dienstag, 23. März, hat die Rummelsberger Diakonie den Baubeginn mit einem Spatenstich eingeläutet.

24 Frauen und Männer werden in das neue Gebäude einziehen. Die Rummelsberger Diakonie differenziert damit ihr Wohnangebot in der Region weiter aus. „Wir haben unterschiedliche Angebote für unterschiedliche Menschen“, sagte Dominic Bader, Regionalleiter der Rummelsberger Diakonie, beim Spatenstich. Neben dem Haus Altmühltal und einer Außenwohngruppe in Pappenheim, gibt es in Treuchtlingen bereits eine Außenwohngruppe in der Wettelsheimer Straße. Seit 2018 leben dort 15 Menschen mit Behinderung. Sie gestalten ihren Alltag weitgehend selbstständig und werden von Mitarbeiter*innen der Rummelsberger Diakonie unterstützt. Das neue Wohnangebot richtet sich dagegen an Menschen, die höhere pflegerische Bedarfe haben. Der Neubau wird komplett barrierefrei sein, so dass auch Menschen, die einen Rollstuhl oder Rollator nutzen, einziehen können.

„Hier wird eine neue Heimat geschaffen“, sagte Hubert Stanka, dritter Bürgermeister von Treuchtlingen, beim Spatenstich. Das Grundstück sei „ein Filetstück der Treuchtlinger Stadtentwicklung“. Die Innenstadt lässt sich gut zu Fuß erreichen. Karl Schulz, Vorstand Dienste der Rummelsberger Diakonie, zeigte sich erfreut, dass die Stadt das Grundstück bereitstellte. „Wir sind froh über die gute Zusammenarbeit“, so Schulz weiter.

Die Bewohnervertreterin Marianne Furtner, schaute sich interessiert das Grundstück und eine Tafel mit einem Bild des geplanten Neubaus an. „Ich finde es schön“, sagte sie dazu. Das zweistöckige Gebäude wird in L-Form errichtet. Hinter dem Neubau ist ein großer Garten mit Terrasse geplant sowie ein Balkon für das obere Stockwerk. So lässt sich der Ausblick genießen. Die Investitionskosten belaufen sich auf knapp 5,49 Millionen Euro. Die Bayerische Staatsregierung fördert das Bauprojekt mit 3,2 Millionen Euro.


Von: Claudia Kestler

Der Bau kann beginnen: Bewohnervertreterin Marianne Furtner (von links), Regionalleiter Dominic Bader, Hubert Stanka, dritter Bürgermeister Treuchtlingen, und Karl Schulz, Vorstand Dienste der Rummelsberger Diakonie, beim Spatenstich für das neue Wohnangebot für Menschen mit Behinderung in Treuchtlingen. Foto: Claudia Kestler

24.03.2021

Digitalisierung erfordert auch Mut

Die Schulung „Autismus verstehen“ fand Anfang März erstmals online statt - zwei Erfahrungsberichte

Rummelsberg – Neues wagen, hat viel mit sich trauen zu tun. Martina Renninger von der Förderstätte für Menschen mit Autismus in Allersberg hat mit ihren beiden Kolleg*innen Anfang März erstmals die Schulung „Autismus verstehen“ digital durchgeführt. Sie war zuerst kritisch und dann positiv überrascht von den Möglichkeiten, die digitale Formate bieten. Jonas Ebert vom Autismus-Kompetenzzentrum in Nürnberg hat den Kurs besucht. Er ist sehr zufrieden mit dem digitalen Format. Erfahrungsberichte einer Dozentin und eines Teilnehmers.  

Martina Renninger: Ich war anfangs sehr skeptisch und hatte fast ein bisschen Bammel vor der Schulung. Ich konnte mir nicht vorstellen wie es ist, nur in den Computer zu sprechen. Ich dachte, mir fehlt die Kommunikation über Mimik und Körpersprache. Das tat es auch, aber ich war überrascht, wie gut es geklappt hat. Der Zugang war einfach und wir haben den Dialog mit den 14 Teilnehmer*innen gut gemeistert. Und tatsächlich habe ich sogar einen Vorteil der Onlineschulung gefunden. So können wir viel besser digitale Formate einbauen und beispielsweise Videos von YouTube zeigen. Trotzdem freue ich mich, wenn die Schulungen wieder in Präsenz möglich sind.

Jonas Ebert: Von Beginn an habe ich gemerkt, dass ich da Ansprechpartner*innen habe, die fachlich und menschlich außerordentlich kompetent sind. Zudem wurden die Inhalte für jede*n Teilnehmer*in sehr verständlich aufbereitet und jede*r wurde dazu motiviert, eigene Beiträge zu bringen. Dementsprechend war die Gruppendynamik auf Augenhöhe und stets offen, freundlich und kommunikativ. Die drei Referent*innen haben es jederzeit geschafft, auf alle Bedürfnisse der Teilnehmer*innen einzugehen. Selbst der unterschiedliche Wissensstand der Einzelnen spielte keine Rolle, absolut jede*r konnte neue Erkenntnisse gewinnen. Die Vorfreude auf die nächste Einheit im Mai war bei allen spürbar. Leider gab es am zweiten Tag Probleme mit der Technik. Deswegen haben wir zeitlich überziehen müssen.

Das Protokoll führte:


Von: Heike Reinhold

Dozentin Martina Renninger war positiv überrascht von den Möglichkeiten, die digitale Schulungsformate bieten. Foto: Andreas Hagen

Jonas Ebert vom Autismus-Kompetenzzentrum in Nürnberg freut sich auf die nächste Einheit „Autismus verstehen“ im Mai. Foto: Jonas Ebert

25.03.2021

Spatenstich für neues Wohnangebot für Menschen mit Behinderung erfolgt

Ende 2022 soll der Neubau mit 24 Wohn-Plätzen in Treuchtlingen bezugsfertig sein.

Treuchtlingen – Noch erstreckt sich Gras auf dem Grundstück neben dem Tennisplatz in Treuchtlingen. In wenigen Wochen werden die Baumaschinen anrollen und das Bild verändern. Bis Ende 2022 entsteht auf der Wiese in der Straße Am Brühl ein Wohnangebot für Menschen mit Behinderung. Am Dienstag, 23. März, hat die Rummelsberger Diakonie den Baubeginn mit einem Spatenstich eingeläutet.

24 Frauen und Männer werden in das neue Gebäude einziehen. Die Rummelsberger Diakonie differenziert damit ihr Wohnangebot in der Region weiter aus. „Wir haben unterschiedliche Angebote für unterschiedliche Menschen“, sagte Dominic Bader, Regionalleiter der Rummelsberger Diakonie, beim Spatenstich. Neben dem Haus Altmühltal und einer Außenwohngruppe in Pappenheim, gibt es in Treuchtlingen bereits eine Außenwohngruppe in der Wettelsheimer Straße. Seit 2018 leben dort 15 Menschen mit Behinderung. Sie gestalten ihren Alltag weitgehend selbstständig und werden von Mitarbeiter*innen der Rummelsberger Diakonie unterstützt. Das neue Wohnangebot richtet sich dagegen an Menschen, die höhere pflegerische Bedarfe haben. Der Neubau wird komplett barrierefrei sein, so dass auch Menschen, die einen Rollstuhl oder Rollator nutzen, einziehen können.

„Hier wird eine neue Heimat geschaffen“, sagte Hubert Stanka, dritter Bürgermeister von Treuchtlingen, beim Spatenstich. Das Grundstück sei „ein Filetstück der Treuchtlinger Stadtentwicklung“. Die Innenstadt lässt sich gut zu Fuß erreichen. Karl Schulz, Vorstand Dienste der Rummelsberger Diakonie, zeigte sich erfreut, dass die Stadt das Grundstück bereitstellte. „Wir sind froh über die gute Zusammenarbeit“, so Schulz weiter.

Die Bewohnervertreterin Marianne Furtner, schaute sich interessiert das Grundstück und eine Tafel mit einem Bild des geplanten Neubaus an. „Ich finde es schön“, sagte sie dazu. Das zweistöckige Gebäude wird in L-Form errichtet. Hinter dem Neubau ist ein großer Garten mit Terrasse geplant sowie ein Balkon für das obere Stockwerk. So lässt sich der Ausblick genießen. Die Investitionskosten belaufen sich auf knapp 5,49 Millionen Euro. Die Bayerische Staatsregierung fördert das Bauprojekt mit 3,2 Millionen Euro.


Von: Claudia Kestler

Der Bau kann beginnen: Bewohnervertreterin Marianne Furtner (von links), Regionalleiter Dominic Bader, Hubert Stanka, dritter Bürgermeister Treuchtlingen, und Karl Schulz, Vorstand Dienste der Rummelsberger Diakonie, beim Spatenstich für das neue Wohnangebot für Menschen mit Behinderung in Treuchtlingen. Foto: Claudia Kestler