Wichernhaus Altdorf

Angebote für Menschen mit Behinderung

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03.02.2020

Goldenes Kronenkreuz für Waltraud Niklaus

Langjährige Mitarbeiterin der Offenen Angebote der Rummelsberger Behindertenhilfe mit höchstem Dankzeichen der Diakonie geehrt.

Hilpoltstein – Während einer Feierstunde in den Räumen der Offenen Angebote der Rummelsberger Behindertenhilfe in der Ajtoschstrasse 6 in Nürnberg hat Regionalleiterin Ingrid Schön die langjährige Mitarbeiterin Waltraud Niklaus für ihre Verdienste geehrt.  

Waltraud Niklaus erhielt das goldene Kronenkreuz, die höchste Anerkennung der Diakonie. Die verdiente Mitarbeiterin feierte im vergangenen Juli ihr 40-jähriges Dienstjubiläum und geht Ende Februar 2020 in den Ruhestand. Die 63-Jährige erhielt auch die Ehrenurkunde vom Freistaat Bayern für 40 Jahre Dienst bei der Rummelsberger Diakonie.

Ihre berufliche Laufbahn startete Waltraud Niklaus im September 1973 als Kinderpflegerin am Auhof in Hilpoltstein. Berufsbegleitend absolvierte sie eine Ausbildung als Heilerziehungspflegerin und begann im Januar 1984 als Arbeitserzieherin in den Auhof-Werkstätten, wie die Talentschmiede Hilpoltstein ehemals hieß. Seit Februar 2004 ist Waltraud Niklaus für die Offene Behindertenarbeit OBA Hilpoltstein tätig und engagiert sich mit viel Herz für die Klient_innen.


Von: Heike Reinhold

Waltraud Niklaus (Mitte) wurde von Regionalleiterin Ingrid Schön (rechts) mit dem Goldenen Kronenkreuz der Diakonie geehrt. Ganz links: Kollegin Elisabeth Taschler aus Hilpoltstein. Foto: Rosemarie Folmer

22.01.2020

Kultur to go

Rummelsberger Diakoniemuseum bietet neue Reihe „Museum unterwegs“

Rummelsberg – Wenn der Prophet nicht zum Berg kommen kann, kommt eben der Berg zum Propheten. Frei nach diesem Motto bietet das Diakoniemuseum Rummelsberg seit Kurzem die Reihe „Museum unterwegs“ an. Dabei kommt zwar keine Prophetin zu den nicht (mehr) so mobilen Menschen in Senioren-Einrichtungen und Wohngruppen für Menschen mit Behinderung, dafür aber Diakonin Martina Fritze. Die studierte Gerontologin bietet Interessierten an, ein Stück Diakoniegeschichte mitzuerleben: Sie hat Ausstellungsobjekte im Gepäck, die den Menschen Anknüpfungspunkte bieten, über ihre eigene Geschichte und auch das große Weltgeschehen ins Gespräch zu kommen. Bei der Premiere im Stephanushaus Rummelsberg hat das prima geklappt.

Gisela Schmid stammt aus Schlesien und musste während des Zweiten Weltkrieges mit ihrer Familie nach Westen fliehen. Als sie Fritzes Mitbringsel – einige Spielfiguren aus sogenanntem Plastolin – entdeckt, fällt ihr wieder ein: „Mein Vater hat früher ähnliche Figuren aus Zinn gemacht.“ Nach dem Vortrag kommt die Seniorin nach vorne zu Diakonin Fritze und lässt sich die Figuren genau zeigen. Genau so soll es sein, erklärt Martina Fritze die Idee hinter der Reihe „Museum unterwegs“. „Die Menschen sollen sich eingeladen fühlen, ihre eigenen Berührungspunkte mit der Diakoniegeschichte zu entdecken.“

Derzeit ist die aktuelle Schau „Feldlazarett und Wanderkino“ Thema bei „Museum unterwegs“. Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Diakonie in Bayern vor 100 Jahren anhand von Filmen, Fotos, Dokumenten und Exponaten. Zu letzteren gehören die Spielzeugfiguren, die in Form von Feldgeistlichen und Soldaten vor allem jüngere Zuhörerinnen und Zuhörer in Erstaunen versetzen. Zur Zeit des Ersten Weltkriegs allerdings war „Kriegsspielzeug“ im Kinderzimmer nicht unbedingt eine Ausnahme. Auch Kirche und Krieg waren in dieser verhängnisvollen Zeit keine kompletten Gegensätze. All das erfahren Besucherinnen und Besucher entweder live im Diakoniemuseum Rummelsberg oder im Rahmen von „Museum unterwegs“ bei sich vor Ort.

Anfragen für die Reihe „Museum unterwegs“ richten Interessierte bitte frühzeitig an:
diakoniemuseum@rummelsberger.net


Von: Andrea Höfig-Wismath

Anknüpfungspunkt: Diakonin Martina Fritze (links) und Gisela Schmid kamen über alte Plastolin-Figuren ins Gespräch. Gisela Schmids Vater hatte früher in der alten Heimat Schlesien ähnliche Figuren selbst hergestellt.

Diakonin Martina Fritze berichtet bei „Museum unterwegs“ über die Geschichte der Diakonie in Bayern zur Zeit des Ersten Weltkriegs. Fotos: Andrea Höfig-Wismath